Konzert Originalmusik und Transkriptionen 12.05.2012

Unser Konzert am 12.5.2012 in der Bezirksbibliothek Rheinhausen war ein voller Erfolg.

Ca. 80 interessierte Gäste – teils von weiter entfernten Akkordeon-Orchestern – verfolgten gespannt den Verlauf des Konzertes.

Mit der Suite baroque von Gerhard Maasz wurde ein sehr melodiöses Werk vorgetragen, dass den barocken Charakter mit den Stilmitteln des 20. Jahrhunderts verband. Sehr schön anzuhören.

 

Der Akkordeon-Solist Helmut C. Jacobs präsentierte im ersten Teil seiner Soli ein sehr programatisches Werk des Komponisten Tobjörn Lundquist. Die bildhaften Erläuterungen vor seinem Vortrag erleichterten den Zuhörern den Zugang und das Abschweifen in die schwedische Flora und Fauna.

Die Uraufführung des Stückes Ekigrama des baskischen Komponisten Gorka Hermosa war eine aufwühlende zeitgenössische Komposition, die geschickt die Spannungen in den Disharmonien auslotete und große Spannungsbögen lieferte – wie Herr Jacobs ausführte: ein musikalisches Feuerwerk !

In seinem letzten Werk des ersten Solo-Teils spielte Herr Jacobs eine „Entra el Fandango eines unbekannten Komponisten des 18. Jahrhunderts. Dieses Werk, was er während seiner Forschungen in den Archiven gefunden hatte, merkte man das Alter nicht an. Es klang genauso feurig, wie man sich eine spanische Komposition vorstellt.

 

Als nächstes hatten wir das Duo Gerhard Dierig (Viola) und Beate Tuisel Akkordeon) zu Gast.

In der Sonata von Henry Eccles breitete Gerhard Dierig das ganze Spektrum der Klangfarben der Viola für die Zuhörer aus. Jeder Ton war ein Genuss. Die Viola, die sicher bei manchen Zuhörern zunächst nicht viel erwarten lies, wurde durch diesen Vortrag zu einem höchst interessanten facettenreichen Instrument.

Auch das zweite Stück, der Tango Habanera von Kurt Weill,  hatte viel Temparament und brachte sowohl die Viola als auch das Akkordeon zum Strahlen.

Für das letzte Stück des Duos hatte Gerhard Dierig eigens seine Violine mitgebracht. Der Czardas von Vittorio Monti klingt auf der Violine einfach unbeschreiblich virtuos – nicht zuletzt Dank des Vortrages durch Herrn Dierig.

Man merkte deutlich, dass dieses Duo ein eingespieltes Team ist – auch wenn sie zuvor lange nicht mehr gemeinsam musiziert haben. Alles klang wie aus einem Guss !

 

Es folgte erneut Helmut Jacobs, diesmal mit einem Fandango des Komponisten Domenico Scarlatti, der eigentlich eher durch seine unzähligen Sonaten bekannt ist.

Schließlich beendete Herr Jacobs seinen zweiten Solo-Teil mit Variationen über ein Thema von Paganini nach Hans Brehme. Die Variationen wurden sehr virtuos vorgetragen und gaben einen kleinen Eindruck davon, was mit einem Akkordeon alles spielbar ist !

 

Zum Abschluss des Konzertes trug das Orchester I des Akkordeon-Vereins die Ballett-Suite von Hans Brehme vor. Das viersätzige ca. 20-minütige Werk bestach durch den sensiblen musikalischen Vortrag, der in einer furiosen Tarantella mündete. Grandios ! Das Orchester konnte wirklich durch einen brillanten Vortrag der einzelnen Sätze glänzen !!

 

Welch ein Konzert ! Es war sehr abwechslungsreich und bot manche Streicheleinheiten für die Ohren der Zuhörer – aber auch viel Neues, Ungewohntes und Interessantes.

Die Zuhörer, die für künstlerische Vorträge aufgeschlossen waren kamen auf Ihre Kosten; nicht zuletzt durch die sehr lehrreichen Erläuterungen vor den jeweiligen Stücken.

Eine rundum gelungene Darbietung, die allen Anwesenden – sowohl den Zuhörern als auch den Akteuren – sehr viel Freude bereitet hat !!!

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