500,47€ für die Kindernothilfe

Am Dienstag, den 1.Februar war es endlich soweit:

Der Erlös aus dem Benefizkonzert vom 19.12.2010 in der Kreuzkirche konnte an den Vorsitzenden des Kinderhilfswerk, Herrn Dr. Thiesbonenkamp übergeben werden. Hierzu hatte unsere Vorsitzende, Frau Renate Hahn einen überdimensionalen Scheck besorgt. Insgesamt 500,47 € spendeten die Besucher des Konzertes.

Herr Dr. Thiesbonenkamp bedankte sich für die Spende. Auf die Frage, ob das Geld für einen bestimmten Zweck verwendet werden soll, schlug unsere Vorsitzende, Frau Hahn vor, dass das Geld einem Behindertenheim in St. Petersburg zur Verfügung gestellt wird. Frau Hahn hatte einige Jahre zuvor die Gelegenheit, zusammen mit Herrn Dr. Thiesbonenkamp die Einrichtung zu besuchen. Herr Dr. Thiesbonenkamp berichtete, dass die Organisation des Besuches damals sehr schwierig war, weil man versuchte, das Thema bei der Stadtführung auszuklammern. Behinderung ist nach wie vor ein Tabuthema in St. Petersburg wie in ganz Russland. Die Hürden in den Köpfen der Menschen sind dort vergleichbar hoch wie die realen Bürgersteige. Auch dort kann man fast nicht hinaufgelangen. Wegen der fehlenden Unterstützung in der Gesellschaft haben die Eltern eines behinderten Kindes fast nur die Möglichkeit, ihr Kind in diesem Heim abzugeben. Jedoch werden die Kinder dort nur materiell versorgt und quasi am Leben erhalten. Es geht bei der Heimunterbringung erstmal nicht um eine Förderung oder Verbesserung der Lebenssituation.

Durch die Spende des Orchesters können die engagierten Mitarbeiter des Heimes sicherlich wieder einiges in Bewegung setzen, was den behinderten Kindern dort hilft. Herr Dr. Thiesbonenkamp wird in einem Brief an das Behindertenheim schildern, dass Frau Hahn bereits die Gelegenheit hatte, sich die Situation vor Ort anzusehen, und aus dem Eindruck der Hilflosigkeit der Wunsch nach Hilfe entstanden ist. Die Mitarbeiter vor kümmern sich, sie engagieren sich, damit es den behinderten Kindern besser geht und die Pfleger und Erzieher vor Ort mehr Möglichkeiten haben die Kinder zu fördern, und sie sollen spüren, dass die Situation der behinderten Kinder dem Akkordeon-Orchester Rheinhausen nicht egal ist.

Dies wird die Mitarbeiter des Behindertenheimes besonders motivieren und stärken in ihrem Engagement. Es tut gut zu wissen, dass es 1000 km entfernt von St. Petersburg Menschen gibt, denen das Schicksal der behinderten Kinder dort nicht gleichgültig ist.

Herr Dr. Thiesbonenkamp wird auch Bilder von der Scheckübergabe durch Frau Hahn mitsenden, so dass die Helfer vor Ort sich vielleicht auch an sie erinnern werden.

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